Angesichts der dramatischen Lage im Tibet hat der Südtiroler Senator Oskar Peterlini in einer parlamentarischen Anfrage die italienische Regierung aufgefordert, aktiv zur Lösung des Tibet-Problems beizutragen und sich stärker für die Rechte der tibetischen Minderheit einzusetzen. In seiner Anfrage an Außenminister Massimo D'Alema sowie an Regierungschef Romano Prodi fordert Peterlini das ungelöste Problem des tibetischen Volkes im Kreise der EU-Regierungschefs anzusprechen, um eine gemeinsame Initiative der EU-Staaten zu fordern. „Hier geht es um die Menschenrechte und um die Erhaltung einer der ältesten Kulturen der Welt", betont der Südtiroler Senator, der der unterdrückten tibetischen Bevölkerung seine vollste Solidarität ausspricht. „Die chinesischen Sicherheitskräfte haben laut Medienberichte, Dutzende von tibetischen Mönchen nach einem Protestmarsch festgenommen und weggeschafft. Keiner weiß, wie viele Tote es unter den tibetischen Demonstranten gibt." Aus diesem Grund, verlangt Peterlini in seiner Anfrage von Italien weiters, auch bei der internationalen Gemeinschaft Druck auszuüben, um auf die Forderung nach einer internationalen Untersuchung der Vorgänge, vor allem in der tibetischen Hauptstadt Lhasa, zu beharren. „Italien, die Europäische Union und die UNO müssen alles unternehmen, um auf die Beendigung der Repressionen gegen das tibetische Volk zu drängen." Der Schutz der Minderheiten werde als eines der wichtigsten Elemente der europäischen Rechts- und Friedensordnung angesehen. „Europa darf diesen "kulturellen" Völkermord an den Tibetern nicht zulassen", so Peterlini abschließend.









