Pressemitteilung 05.06.2008
"Wiedereinstieg in Atomkraft nicht verantwortbar"



"Der Wiedereinstieg in die Atomkraft ist nicht zu verantworten. Nach dem Zwischenfall im Atomreaktor Krsko in Slowenien sollte bei der Regierung Berlusconi die Alarmglocke läuten". Das betont der Südtiroler Senator Oskar Peterlini, Mitglied des Umweltausschusses des Senats. "Wegen der hohen Ölpreise werden Engpässe in der Energieversorgung befürchtet. Doch anstatt verstärkt in erneuerbare Energie zu investieren und Projekte zur Energieeinsparung weiterzuführen, hat diese Regierung angekündigt, die Rückkehr zur Atomkraft einleiten zu wollen." Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Claudio Scajola, habe - so Peterlini weiter - den Bau neuer Kernkraftwerke innerhalb der nächsten Jahre angekündigt und spricht von Anlagen "der neuen Generation. "Dass diese neuen Anlagen sichere und günstige Energie liefern, darf bezweifelt werden", betont der Südtiroler Senator. "Mit den günstigen Preisen funktioniert das auch nur, wenn man die immens hohen Baukosten dieser Anlagen weiter auf die kommenden Generationen abwälzt." "Im Jahre 1987, sprich ein Jahr nach Tschernobyl, stimmten rund 70 Prozent der italienischen Bevölkerung bei einem Referendum gegen den Einsatz von Atomenergie. Das scheint die Regierung scheinbar nicht zu interessieren". Peterlini weiter: "Wie gedenkt sie außerdem das große Problem des hochradioaktiven Mülls lösen zu wollen?" Scajola habe zwar versichert, dass sich die Regierung mit der Entsorgung von Atommüll befassen werde. "Doch besonders glaubhaft klingen solche Versprechen aus einem Land nicht, das nicht einmal mit dem Hausmüll zurechtkommt und nun Deponien errichten will, die unter dem Schutz des Militärs gestellt werden sollen", so Peterlini abschließend.









