"Bozen und das Unterland lassen sich den Wahlerfolg auch von noch so gehässigen Angriffen nicht nehmen". Mit diesen Worten weist der Südtiroler Senator Oskar Peterlini entschieden die Darstellung der Tageszeitung Dolomiten (21.04.08, S.3) zurück, in der die Wahlergebnisse so präsentiert wurden, als hätte das Abkommen der SVP mit den autonomiefreundlichen Kräften mehr verloren als die SVP in den anderen Wahlkreisen. "Diese Darstellung ist falsch und bewusst irreführend", betont Peterlini. "Alle können sich daran erinnern, dass die Koalition die mich 2006 unterstützt hatte, aus insgesamt elf Parteien zusammengesetzt war, die den ganzen Bogen von der Mitte bis Links umfasste. Diesmal haben alle Links-Parteien und die Grünen separat und gegen mich kandidiert und müssen in einem korrekten Wahlvergleich mit einberechnet werden. Das nicht zu tun bedeutet Äpfel mit Birnen zu vergleichen." Die Prodi-Koalition von damals sei dieses Mal in zwei Gruppen aufgeteilt worden: Einerseits SVP und Insieme per le Autonomie und andrerseits die Regenbogenliste. "Trägt man dem Rechnung, so hat unser Ergebnis in Bozen-Unterland - unterstreicht Peterlini - in der ganzen Öffentlichkeit jenen Erfolg verzeichnet den alle anerkannt haben. Durch die Aufteilung der Mitte-Links-Parteien war der Sitz diesmal total in Frage gestellt und das Ergebnis offen. Mir ist es gelungen - mit über 46% der Stimmen - den Herausforderer von Berlusconis Liste mit über 18 Prozentpunkten abzuhängen." Peterlini verweist darauf, dass sein Stimmergebnis im Senat auch in den rein deutschen Dörfern des Unterlandes höher ausgefallen sei, als jenes in der Abgeordnetenkammer. Das sei ebenfalls ein Zeichen der persönlichen Wertschätzung aller Wähler besonders auch der Deutschsprachigen. Weiter verweist der Unterlandler Senator darauf, dass er seinen Herausforderer auch in der mehrheitlich italienischsprachigen Stadt Bozen abgehängt habe, was für einen Südtiroler ebenfalls keine Selbstverständlichkeit darstellen würde. "Für alle ins Gewicht fällt dieses Mal, dass - anders als 2006 - auch die Union kandidierte. Was hingegen die Dankesaufschrift auf den Plakaten betrifft, so verweist Peterlini darauf, dass sie von der SVP-Leitung organisiert wurde. Diese hatte für die deutschen Plakate nur das Wort "Danke" in Deutsch vorgesehen und auf den italienischen Plakaten die zweisprachige Version. "Trotz dieser gehässigen und einseitigen Angriffe, "so der Südtiroler Senator abschließend, "wird sich Bozen-Unterland die Freude am Wahlerfolg nicht nehmen lassen. Wenn es jemand besser kann", fügt Peterlini hinzu, "dann möge er sich gerne diesem schwierigen Wahlkreis stellen, der vorher von einer Postfaschistin vertreten wurde."









