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Oskar Peterlini mit der Mutter Anna und den Kindern Sylvia, Michael und ElisabethOskar Peterlini mit Gattin IzumiOskar PeterliniOskar Peterlini beim Sommerfest am Ritten
 
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SIEBEN JAHRE EINSATZ FÜR SÜDTIROL IN ROM
Lilli Gruber und Oskar Peterlini

ZUM SCHUTZ UND WEITEREN AUSBAU UNSERER AUTONOMIE
Zu Beginn der jüngsten Legislatur gelang es Senator Peterlini die eigenständige Autonomiefraktion im Senat erneut ins Leben zu rufen. Als Präsident dieser zehnköpfigen parlamentarischen Gruppe konnte er nicht nur die Anliegen und Forderungen Südtirols bei den Spitzentreffen mit den Gruppensprechern der Regierungskoalition vortragen sondern auch stärker die Berücksichtigung unserer Interessen einfordern. Genauso wichtig war seine Mitgliedschaft im Verfassungsausschuss des Senates, wo es galt:

  • die anstehende Anpassung des Autonomiestatutes an die Verfassungsreform von 2001 genauestens mitzuverfolgen.
  • im Zuge der Vorarbeiten zur Verwirklichung des Steuerföderalismus, die Steuerhoheit Südtirols weiter auszubauen.
  • das Vetorecht der Landtage bei Änderungen des Statutes seitens des Staates zu sichern.

Für unsere Autonomie konnte dadurch noch gezielter und wirksamer gearbeitet werden!
 
 
1.WAS KONNTE FÜR SÜDTIROL KONKRET ERREICHT WERDEN?
Das Unterland stosst auf die Unterzeichnung des Abkommens fuer die unterirdische Trassenfuehrung der Neuen Bahn an

Während Südtirol unter Berlusconi und seiner Mitte-Rechts-Regierung außer leeren Versprechungen wenig bis nichts bekommen hatte und einige Bereiche gar verschlechtert wurden, konnte Südtirols Autonomie unter der Prodi-Regierung weiter ausgebaut werden:

  • Die Energie wird Landessache: Am 12. Oktober 2006 verabschiedete der Ministerrat die lang ersehnte Durchführungsbestimmung zur Energie. Damit wurde die Zuständigkeit zur Vergabe der Konzessionen für die Großwasserableitungen endgültig dem Land Südtirol zugeschrieben. Aber Berlusconi hatte unsere Autonomie ausgehöhlt, in dem er mit einem Handstreich die alten Konzessionen für Wasserkraft an die staatlichen Gesellschaften einfach um ein  ganzes Jahrzehnt verlängert hatte. Peterlini setzte im Senat einen hart umkämpften Gesetzesartikel durch, mit dem diese alten Konzessionen  in Südtirol und im Trentino auf 2010 beschränkt wurden. Damit wurde die Energie endgültig Landessache. In vielen Ländern werden leider Kriege um die Energiequellen geführt. Südtirol erreichte mit der ihr gut gesinnten Mitte-Links-Regierung eine Zuständigkeit, die weit über das Paket hinausgeht.
  • Das Musik-Konservatorium, eine vormalige italienische Hochburg, geht ans Land über.
  • Eine Reihe von Militärarealen werden dem Land übertragen, wodurch soziale und wirtschaftliche Einrichtungen für die Bevölkerung errichtet werden können.
  • Auch das hat es noch nie gegeben: eigene dreisprachige Identitätskarten für die Ladiner
  • Erstmals staatliche Gelder für die Radio- und Fernsehsender der sprachlichen Minderheiten.
  • Mit der Verlängerung der Pflichtschule auf das 16.Lebensjahr, lief die Lehrlingsausbildung Gefahr, endgültig auszusterben. Wer geht schon nach zwei Klassen Oberschule in die Lehre? Peterlini setzte durch, dass die Berufsschule als Pflichtschule dafür anerkennt wurde. Der Landesverband der Handwerker dankte Peterlini auf der Landesversammlung für die Rettung des bewährten Lehrlingswesens.
  • Einführung eines eigenen Versicherungsschutzes für Tagesmütter der autonomen Provinz Bozen. „Ma cosa sono queste Tagesmutter?“ fragte man in Rom neugierig nach.
  • Befreiungen von der Erbschaftssteuer bei Schenkungen und Übertragungen von Betrieben, sei es in direkter Linie (Verwandten bis zum 3. Grad) als auch zwischen Ehegatten.
  • Die Wartezeiten für die Pensionen und für Akte bei Gericht sind wegen des Personalmangels leider allzu lang. Peterlini erreichte eine Sondernorm, um der Stellenknappheit bei Gericht und bei der INPS zu begegnen.
  • In Bozen müssen die Bürger von einem Stadtende ins andere rennen, um protokollarische Anliegen zu erledigen. Das wird jetzt anders: Peterlini setzte ganze 18 Millionen Euro durch, mit denen in Bozen  eine modernes, einheitliches Gerichts- und Finanzzentrums errichtet werden kann.
  • Erhöhung der Zweisprachigkeitszulage für Richter.
  • Befreiung für Amateurmusiker von der Beitragszahlung für die ENPALS-Versicherung, sowie steuerliche Gleichstellung im ehrenamtlichen Bereich der künstlerischen Musikleiter, ihrer technischen Mitarbeiter, Musikkappellen, Chöre, und Volkstanz- und Theatergruppen mit  den Sportlern.
  • Entschärfung der Branchenrichtwerte
  • Bereitstellung eines Sonderbeitrages von 200 Tausend Euro für die Landessportplätze in Leifers
  • Absicherung der Zuständigkeiten im Bereich der Zusatzrenten der Regionen mit Sonderstatut und der Autonomen Provinzen von Bozen und Trient (war schon drinnen, wiederhole es aber gerne wieder im Kapitel Renten)
  • Verlängerung der Steuererleichterungen bei Verwendung von Erdöl und GPL-Gas in Berggebieten, sowie Ausdehnung dieser Steuerbegünstigungen auch auf Fernheizungen mit Biomasse und geothermischer Energie.
  • Rechtssicherheit bei der Gestaltung der autonomen Energiepolitik
  • die Wahrung der autonomen Zuständigkeiten Südtirols in den verschiedensten Gesetzen (z.B. Liberalisierungsmaßnahmen, Reform der staatlichen Reifeprüfung, Maßnahmen zur Arbeitssicherheit)
  • die Erlangung des Waffenpasses für Wehrdienstverweigerer sowie ihre Wiederzulassung zur Polizei und zu militärischen Rangen
  • die Aufnahme der Bestimmungen zum Minderheitenschutz im Entwurf der Wahlrechtsreform

 
 
2. ZUR BESSEREN LEBENSQUALITÄT IN BOZEN UND IM SÜDEN SÜDTIROLS
Oskar Peterlini mit den Helfern beim Sommerfest 2005 am Ritten

Im Süden Südtirols gibt es bereits zu viel an Lärm, Feinstaub und Schadstoffen. Die hier lebende Bevölkerung hat wegen Brennerbahn, Autobahn und Staatsstraße sowie Flughafen stark unter Luftverschmutzung und Lärmbelästigung zu leiden. Oberstes Ziel unseres Kandidaten ist es, die vor sieben Jahre in Rom begonnene Arbeit zur Realisierung einer vernünftigen Verkehrspolitik weiterzuführen und dieses Gebiet von der derzeitigen unzumutbaren Verkehrsbelastung zu befreien sowie mit wachsamen Auge alle Projekte zu beurteilen, die eine zusätzliche Umweltbelastung für unsere Bevölkerung bringen könnten.
Die neue Eisenbahn im Tunnel:
Für die Anliegen der Unterlandler Bevölkerung zum BBT setzt sich Peterlini seit Beginn seiner politischen Karriere ein. Als der Bezirk Unterland vor 10 Jahren mit der Forderung einer unterirdischen Trassenführung der neuen Bahn aufgetreten ist, hielten die meisten die Angelegenheit für aussichtslos. Doch die Ausdauer und der gemeinsame Einsatz haben sich gelohnt.
Das hat es noch nie gegeben: Ein Staatsminister kommt nach Neumarkt:
Am 6. November 2006 gelang es Peterlini Infrastrukturminister Antonio Di Pietro nach Neumarkt zu holen. Es war ein einmaliges Zeichen, dass der Minister in Neumarkt Stopp gemacht hat, und dass er dabei versprach, nur im Einvernehmen mit den direkt betroffenen Verwaltern vorzugehen. Genau ein Jahr später, am 6. November 2007, organisierte Peterlini ein Treffen mit Di Pietro im Ministerium, bei dem der Minister versprach, ein eigenes Baulos für das Südtiroler Unterland vorzusehen und als weiteren Punkt in die Prioritätenliste aufzunehmen. Auf die Worte des Ministers folgten konkrete Taten: Peterlini gelang es, für das Unterland ein eigenes Protokoll zu erzielen, das von Minister Di Pietro und LH Durnwalder am vergangenen 12. Dezember (2007) unterschrieben worden ist, in dem die Trassenführung im Unterland einer zufriedenstellenden Lösung zugeführt werden konnte.

 
 
3. ZUR FÖRDERUNG DER FAMILIEN
  • Forderungskatalog zugunsten der Familien vorgelegt:
    Zur Familienförderung hatte Peterlini im vergangenen Mai der Regierung ein Forderungspaket vorgelegt. Zentrale Punkte waren ein Bausparsystem in dem auch die Länder und Regionen miteinbezogen werden, um den Ankauf der Erstwohnung zu erleichtern, finanzielle Anreize um die Mutterschaft zu fördern sowie die Einrichtung eines Fonds für Pflegefälle.
  • Einrichtung eines einzigen Familiengerichtes: Derzeit werden in Südtirol bei einer Scheidung bis zu drei Institutionen betraut und zwar das Landesgericht, das Jugendgericht und der Bezirksrichter. Diese Zersplitterung der Kompetenzen bringt unnötige Verzögerungen bei den Prozeduren und kann zu Urteilen führen, die nicht im Sinne der Betroffenen, vor allem der Kinder, sind. Peterlini forderte die Einrichtung eines einheitlichen Familiengerichtes, das sich um alle familiären Angelegenheiten, insbesondere um die Kinder kümmern soll.
  • Lebensgemeinschaften: Ja zur Anerkennung individueller Rechte - Nein zur Gleichstellung mit der Ehe: Bei der Diskussion in der Aula um Lebensgemeinschaften verlangte Peterlini, dass es nicht zu einer Absicherung durch einen präventiven Vertrag kommt (der einer Eheschließung gleichkommt), sondern zu einer nachträglichen Anerkennung, und zwar aufgrund der effektiven Lebenssituation, so wie es der Verfassungsgerichtshof und der oberste Gerichtshof bereits getan haben. Grundsätzlich soll zuerst etwas zur effektiven Förderung und Unterstützung der Familien unternommen werden, bevor die Angelegenheit der Lebensgemeinschaften angegangen wird.

 

 
 
4. FÜR EINE BESSERE POLITIK UND WIRTSCHAFT
Sen. Oskar Peterlini mit Sen. Giulio Andreotti (l.)

Um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, ist es Grundvoraussetzung die enormen Staatsschulden Italiens schrittweise abzutragen. Aufgrund der hohen Schuldenlast, die Prodi-Regierung von der vorherigen übernehmen musste, wurde mit dem Haushaltsgesetz für das Jahr 2007 die Steuerschraube stark angezogen und der Steuerhinterziehung ein harter Kampf angesagt. Peterlini betonte immer wieder die Wichtigkeit der Bekämpfung der Steuerhinterziehung, aber mit würdigeren Methoden. Im Laufe der Legislatur bekräftigte Peterlini mehrmals den Grundsatz, die aus dem Kampf der Steuerhinterziehung zusätzlich einfließenden Mittel, nicht durch Mehrausgaben zu verschwenden, sondern diese zur Senkung des allgemeinen Steuerdrucks zugunsten der Mittel- und Kleinbetriebe sowie der Bürger, insbesondere der Familien, zu verwenden.

4.1 Förderung der Mittel- und Kleinbetriebe

Für Peterlini war es besonders wichtig, sich der Sorgen der Klein- und Mittelbetriebe anzunehmen, die in Südtirol viele und sichere Arbeitsplätze schaffen. Gerade diese haben oft ihren Unmut über die undifferenzierte Steuerbemessung und Steuerlast zum Ausdruck gebracht. 

  • Entschärfung der Branchenrichtwerte erreicht:
    Zu den Branchenrichtwerten hatte die Autonomiegruppe unter Peterlinis Vorsitz eine Überarbeitung derselben verlangt. Ein von der Gruppe eingereichter und angenommener Antrag hat dabei wesentlich dazu beigetragen, dass diese nicht undifferenziert angewandt werden, rein experimentellen Charakter haben und nicht zu automatischen Steuerfahndungen führen. Grundsätzlich verlangte Peterlini, dass neue realistischere Kennzahlen gemeinsam mit den interessierten Verbänden erarbeitet werden.
  • Zur Ankurbelung der Wirtschaft:
    Um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu steigern und sich dem Steuerniveau der anderen EU-Länder anzupassen, intervenierte Peterlini bei der Regierung mit der Forderung die Einkommenssteuer für Gesellschaften (Ires) zu reduzieren. Diese Maßnahme erachtet Peterlini als dringlich, da die niedrige Steuer für Gesellschaften im Ausland insbesondere für die in Grenzgebieten tätigen italienischen Unternehmen einen nicht akzeptablen Wettbewerbsnachteil bedeutet. Außerdem setzte sich der Südtiroler Senator für eine Vereinfachung der bürokratischen Auflagen ein und begrüßte die Senkungen der Arbeitskosten, die vom Haushaltsgesetz 2007 vorgesehen wurden.

 4.2 Forderung nach Reduzierung der Kosten der Politik 

In Anbetracht des hohen Haushaltsdefizits das Italien weiterhin aufweist, muss laut Peterlini die Politik das Beispiel geben und damit anfangen, unnötige Ausgaben zu reduzieren. Peterlini verlangte drastische Kürzungen und Einsparungen bei den Ministerien und beim Parlament. Peterlini hat im Laufe der Legislatur jede Initiative unterstützt, die zur Reduzierung der Kosten der Politik beigetragen hat.

 4.3 Ja zu den Liberalisierungsmaßnahmen

Peterlini begrüßte die von der Regierung erlassenen Liberalisierungsmaßnahmen, besonders was die vorgesehenen Vereinfachungen für Unternehmensgründungen anbelangt: Alle bisherigen zur Gründung eines Betriebes notwendigen Schritte wurden durch eine einzige Mitteilung des Neugründers ersetzt. 

  • Verbesserungen an den Regierungsvorlagen:
    Als im Parlament die Behandlung der so genannten "Bersani-Dekrete" auf der Tagesordnung stand, galt Peterlinis Einsatz die jeweiligen Regierungsvorlagen zu verbessern bzw. einige in den Dekreten enthaltenen Maßnahmen zu entschärfen. Peterlini unterstrich dabei die Notwendigkeit im Liberalisierungsprozess, besonders Klein- und Mittelbetriebe durch Unterstützungsmaßnahmen zu fördern, damit diese die vielfältigen neuen Herausforderungen auf dem dynamischen globalen Markt bewältigen können. Im Besonderen zielten seine Bemühungen darauf ab, die Rückwirksamkeit der Mehrwertsteuerbestimmungen abzuschaffen. Weiters ging es darum, die autonomen Zuständigkeiten des Landes zu wahren, die Zweisprachigkeit der Beipackzettel und Apotheker zu garantieren und die Haftung der Unternehmer gegenüber der Subunternehmer einzugrenzen.

 
 
5. FÜR SOZIALE SICHERHEIT UND ALTERSVORSORGE
Als Experte zum Rentenwesen konnte Peterlini im Ausschuss für Arbeit- und Sozialvorsorge des Senats seine wertvollen Erfahrungen einbringen, die er durch die Gründung und den Aufbau der Zusatzrenten, des Projektes PensPlan und Laborfonds sammeln konnte. Peterlini fordert eine neue Sozialpolitik, die der demografischen Entwicklung Italiens Rechnung trägt: Dieses Land hat nämlich eine der niedrigsten Geburtenraten und gleichzeitig eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Um die sozialen Leistungen und die Renten zu sichern, braucht es eine gezielte Förderung der Familien, damit auch jungen Paaren Mut zur Familiengründung gegeben wird. Die Tragbarkeit des Rentensystems und des gesamten Sozialsystem kann ansonsten nicht gewährleistet werden, weil immer weniger Jugendliche im Arbeitsalter eine steigende Sozial- und Rentenlast zu tragen haben. Die demografische Entwicklung erfordert folglich mutige Reformen, die jedoch nicht zu Lasten der jungen Generationen gehen dürfen, auch weil diese bereits vom neuen Beitragssystem benachteiligt werden. Die Erhöhung des Rentenalters soll nicht durch Gesetze vorgeschrieben sondern durch Anreize so gestaltet werden, dass die Rente bei einer späteren Pensionierung wesentlich höher ausfällt als für jene, die es vorziehen früher in Pension zu gehen. Für ältere Generationen sollen dabei flexible und attraktive Arbeitsformen, auch mit Teilzeitangeboten, gefördert werden. Weiters sollen die Mindestrenten auf ein würdiges Level angehoben werden. Dringend notwendig ist auch die Zusatzrenten in Italien stärker zu fördern, damit man sich ein zweites Rentenstandbein aufbauen kann. 
  • Stärkere Förderung der Rentenfonds und der Zusatzvorsorge um den Aufbau eines zweiten Rentenstandbeins zu ermöglichen:
    Bereits erreicht wurde die Vorverlegung der Reform der Zusatzrenten von 2008 auf 2007 sowie ein ausdrücklicher Vorbehalt für die Südtiroler Autonomie, damit das Land seinen autonomen Gestaltungsrahmen ausbauen und die notwendigen Anpassungen für Südtirol vornehmen kann.
  • Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz:
    Zur Vorbeugung von Arbeitsunfällen erreichte Peterlini im Senat, dass für Betriebe Anreize geschaffen werden, um eigene Schulungsmaßnahmen zu treffen, die als Steuerguthaben abgeschrieben werden können. Die Rolle des Arbeitnehmervertreters sowie jene des zuständigen Arztes wurde gestärkt. Eine eigene Beratungskommission mit Vertretern der Regionen und autonomen Provinzen sowie der Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird den Arbeitsschutz überwachen und auch im Einklang mit der europäischen Entwicklung verbessern. Außerdem erhalten Betriebsabkommen und freiwillig beschlossene Verhaltensregelungen der Betriebe normative Kraft.
 
 
6. EINSATZ FÜR DEN FRIEDEN

Von der italienischen Regierung forderte Peterlini mit Nachdruck bei der internationalen Gemeinschaft Druck auszuüben, um einen Ausweg aus allen Kriegsschauplätzen zu finden, sowie auf eine Waffenruhe insbesondere im Mittleren und Nahen Osten und in Afghanistan zu drängen. Um einen dauerhaften Weltfrieden zu erreichen sowie um den internationalen Terrorismus zu bekämpfen, sollen alle diplomatischen Mittel zur Stabilisierung der Krisenregionen genutzt werden. Peterlini hat sich stets für eine eigenständige europäische Außenpolitik ausgesprochen und hält es für unabdingbar die Rolle der Europäischen Union und der UNO zu stärken.

6.1 Ja zum Truppenauszug aus dem Irak und Forderung nach Truppenabzug aus Afghanistan
Der Unterlandler Senator der besonders scharf den Irakkrieg angeprangert hatte und stets gegen die Finanzierung dieser Mission stimmte, begrüßte es sehr, als die Regierung Prodi im Juni 2006 endlich den Entschluss fasste, das italienische Truppenkontingent aus dem Irak abzuziehen. Als es um die Neufinanzierung der Friedensmission im Afghanistan ging, rief Peterlini die Regierung dazu auf, die italienische Präsenz in Afghanistan zu überprüfen bzw. einen Plan zu erstellen, der schrittweise auch aus diesem Krisenherd einen Truppenabzug vorsehen sollte. Hierzu hatte Peterlini einen entsprechenden Tagesordnungsantrag eingereicht, der die italienische Regierung dazu verpflichtet, sich verstärkt für eine politisch-diplomatische Lösung des Konfliktes und für die baldige Einberufung einer internationalen Friedenskonferenz für Afghanistan einzusetzen. Als nicht ständiges Mitglied im Sicherheitsrat forderte Peterlini Italien weiters dazu auf, die zivilen Aspekte der Afghanistan-Mission auf internationaler Ebene zu fördern.

6.2 Weltweite Ächtung und Abschaffung der Todesstrafe aus der Verfassung
Peterlini begrüßte den Einsatz der italienischen Regierung bei den Vereinten Nationen eine weltweite Ächtung der Todesstrafe zu erzielen. Weiters hatte Peterlini mit seiner Ja-Stimme im vergangenen September 2007 zur Abschaffung der Todesstrafe aus der italienischen Verfassung (wo sie für die Kriegsgesetzgebung immer noch verankert war) beigetragen.

6.3 Unterstützung der Demokratisierung
Im Laufe der Legislatur intervenierte der Südtiroler Senator mehrmals in der Aula des Senates, um Menschenrechtsverletzungen sowie Gewalteskalation in den verschiedensten Krisenherden scharf zu verurteilen. So forderte Peterlini im vergangenen September die internationale Gemeinschaft auf, das Militärregime in Burma zu isolieren, welches mit Gewalt die friedlich demonstrierenden buddhistischen Mönche auf brutalste Weise zu unterdrücken versuchte. Gleichermaßen verwies er oft auf die tragische humanitäre Situation in Darfur sowie in Tschetschenien und beklagte, dass stets nur schöne Worte und Resolutionen angeboten werden, doch wirkungsvolle Aktionen fehlen würden.

 

 
 
7. FÜR DEN SCHUTZ DER UMWELT

Besonders in Südtirol lebt der Tourismus von der schönen Landschaft und der Natur, die es zu bewahren gilt. Peterlini setzte sich vehement für die Ratifizierung des Verkehrsprotokolls zum Schutz der Alpen sowie des Madrider Abkommens ein und reichte hierzu eigene Gesetzesentwürfe ein (AS 650 und 651). Weiters reichte er ein Gesetz ein, um den Umwelt- und Tierschutz explizit in der italienischen Verfassung zu verankern.
Seit 2001 ist Peterlini Mitglied der interparlamentarischen Gruppe für Tierschutz und erreichte eine Verschärfung der Strafbestimmungen bei Tiermisshandlungen, sowie die In-Kraft-Tretung des Gesetztes zur Schaffung einer Schutzzone für Meeressäugetiere. Als Einbringer des ersten Südtiroler Tierschutzgesetzes setzte sich Peterlini für ein Verbot von Tierversuchen in ganz Europa ein.
Außerdem hat sich Peterlini stets entschieden gegen die Kernenergie und für die Förderung erneuerbarer Energiequellen ausgesprochen. Er betont dabei die Wichtigkeit der in den letzten zwei Haushaltsgesetzen enthaltenen Maßnahmen im Umwelt- und Energiebereich, die von ihm mitunterstützt wurden. Im Besonderen werden energetische Sanierungen mit Steuerabzügen gefördert, die auch in mehr als drei Jahren (bis zu 10) in der Steuererklärung geltend gemacht werden können und mit den Förderungen des Landes kumulierbar sind. Weiters wurde der Steuerabzug für die Instandhaltung und Sanierung von Gebäuden bis 2010 verlängert.

 

 
 
8. EINSATZ FÜR DIE BÜRGER
In seiner langjährigen politischen Erfahrung galt Peterlinis Einsatz vor allem die großen und kleinen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, besonders bürokratischer Natur, in Rom schneller voranzutreiben und zu lösen. Der Unterlandler Senator verlangt weiter mit Nachdruck einen besseren Dienst der Staatsbahnen und der Staatspost, einen stärkeren Anlegerschutz, sowie die Beschleunigung der Prozesse, um den Bürgern mehr Rechtssicherheit zu garantieren. Um eine größere Bürgernähe der Gerichts- und Finanzbehörden zu gewährleisten und den Zeitaufwand des zuständigen Personals zu optimieren, erreichte Peterlini die Errichtung eines Fonds, um in Bozen ein einziges Gerichts- und ein einziges Finanzzentrum zu realisieren. Dadurch kann endlich das seit den 80er Jahren angestrebte Projekt verwirklicht werden, die bislang auf das ganze Stadtgebiet verteilten Gerichts- und Finanzämter zentral zusammenzulegen. 

8.1 Staatsbahnen und Staatspost: Forderung nach Verbesserung des Dienstes
Der Südtiroler Senator unterstützte den Protest seitens vieler Pendler und kritisierte die im jüngsten Haushaltsgesetz vorgesehene Freistellung von Fördermitteln zugunsten der italienischen Staatsbahn.

8.2 Forderung nach Zweisprachigkeit der Ordnungshüter
Als im Verteidigungsausschusses die Neuordnung der Ordnungskräfte behandelt wurde, setzte sich Peterlini dafür ein, für Südtirol die Zweisprachigkeit der Ordnungshüter zu gewährleisten. Hierzu übergab der Südtiroler Parlamentarier dem zuständigen Vizeminister Marco Minniti ein Promemoria über die nicht zufriedenstellende Situation. Vom Innenministerium verlangte er bei öffentlichen Stellenausschreibungen ein Kontingent für jene Bewerber zu reservieren, die effektiv und auf höherem Niveau beide Sprachen beherrschen.

8.3 Für den Anlegerschutz
Peterlini setzte sich durch einen eigenen Gesetzentwurf, der in der Neuordnung des Sparwesens Eingang fand, dafür ein, den Betroffenen der Finanzkrisen eine Entschädigung zu sichern. Große Anerkennung fand auch seine Gesetzesinitiative zur Neuregelung der so genannten „schlafenden Konten“. Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, zu verhindern, dass im Todesfall Vermögenswerte bei den Banken bleiben, ohne dass die Erben etwas davon wissen. 

8.4 Einsatz für die Lösung des Problems des Vereinssitzes von FC-Südtirol 
Peterlini setzte sich mit Vehemenz dafür ein, endlich eine endgültige Lösung der sich seit Jahren hinziehenden Vereinssitzfrage zu finden. Peterlini hat mehrere Treffen auf höchster Ebene organisiert und bei den Verantwortlichen erheblichen Druck ausgeübt. Der Unterlandler Senator führte mehrere Gespräche mit Sportministerin Giovanna Melandri, den zuständigen Staatssekretären Giovanni Lolli und Elidio De Paoli, den Präsidenten des Fußballverbandes "Lega Calcio" Giancarlo Abete, dem bekannten Fußballanwalt, Ruggero Stincardini sowie den Präsidenten der Serie C Liga, Mario Macalli.

8.5 Gleichstellung der Zivildiener erreicht
Peterlini erreichte durch die Einbringung eigener Gesetzesinitiativen, dass Wehrdienstverweigerer den Waffenpass erhalten und auch zur Polizei und zu militärischen Rangen wieder zugelassen werden. Die Initiative seiner Gesetzesentwürfe wurden im Einheitstext aufgenommen um im Juli 2007 von der Gesetzgebungskommission des Senates endgültig genehmigt. 

8.6 Forderung nach Maßnahmen gegen Motorradunfälle
Um die in Südtirol immer höhere Anzahl der Motorradunfälle zu verringern sowie um Auswüchse in Bezug auf Lärmbelästigung einzudämmen, intervenierte Peterlini beim Verkehrsminister Alessandro Bianchi und verlangte Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit auf den Straßen. Peterlini forderte unter anderem verstärkte Geschwindigkeitskontrollen auf den Bergstraßen sowie schärfere Strafen für jene, die ihr Motorrad auffrisieren und dadurch deutlich zur Lärmbelästigung beitragen.

8.7 Forderung der Helmpflicht für minderjährige Radfahrer
Seit 2004 fordert Peterlini von der Regierung mittels parlamentarischer Anfragen, die Einführung der Helmpflicht für Radfahrer, die minderjährig sind, sowie die Förderung von Sensibilisierungskampagnen an den Schulen für den Gebrauch von Fahrradhelmen für Jugendliche, die über 16 Jahre alt sind.

8.8 Stärkung der Sicherheit verbunden mit mehr Integration
Der Unterlandler Senator unterstützte das Regierungsdekret zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit, um strenger gegen Klein- und Großkriminalität vorzugehen.

8.9 Forderung nach Briefwahl für Heimatferne
Als Mitglied des parlamentarischen Komitees für die Angelegenheiten der Italiener im Ausland, verlangte Peterlini die Einführung der Briefwahl für Heimatferne für alle Wahlen.
 
 
9. EINSATZ FÜR EINE POLITIK MIT WERTEN

Peterlini, der sich offen zum Christentum bekennt, hat seine Politik stets auf dessen Werte aufgebaut. So machte er sich für die Wiedereinführung der christlichen Feiertage, für die Verankerung des Gottesnamens in der EU-Verfassung sowie für den Schutz des Kreuzes stark. Um den interreligiösen Dialog zu fördern und das friedliche Zusammenleben aller Religionen zu erreichen, tritt er für gegenseitigen Respekt und für gegenseitige Toleranz ein.
Für Peterlini hat der Schutz des Lebens oberste Priorität. Das menschliche Leben darf nicht für die Forschung geopfert werden.

 

 
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